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Spannende Berufe aus Forschung und Technik beim DLR

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ich war ein halbes Jahr auf der Internationalen Raumstation ISS– und ich war begeistert! Nicht nur vom Blick auf die Erde und dem Gefühl der Schwerelosigkeit, sondern auch von den fantastischen Möglichkeiten für die Forschung und von der großartigen Technik an Bord. Mein Tipp an euch: Überlegt mal, ob Forschung und Technik vielleicht auch etwas für euch sind. Es gibt in den Naturwissenschaften viele spannende Berufe und auch in Zukunft viele spannende Dinge zu entdecken – ob als Astronaut im Weltraum oder in einem Labor auf der Erde!

Euer Alexander Gerst
Deutscher Astronaut der Europäischen Weltraumorganisation ESA

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Du interessierst dich für Technik? Für „schlaue“ Roboter oder Raumsonden, die andere Planeten erforschen? Möchtest du gerne eines Tages als IT-Experte am Entwurf für das „Flugzeug der Zukunft“ mitarbeiten? Oder willst du dich dafür einsetzen, dass wir unseren Energiebedarf künftig ganz ohne Umweltbelastungen decken können? Oder unsere Verkehrssysteme so verbessern, dass es weniger Abgase, Verkehrslärm und Staus gibt?

Wenn du eine dieser Fragen für dich mit „ja“ beantwortest, hätten wir im Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt – kurz DLR – vielleicht deinen Traumjob im Angebot ;-) Und auch wenn du noch nicht so genau weißt, wie es nach der Schule weitergehen soll: Lies dir mal durch, welche spannenden Berufe es in einer Forschungseinrichtung wie dem DLR gibt! Hier werden immer wieder junge Leute als Nachwuchskräfte gesucht, und zwar nicht nur Ingenieure und Physiker. Auch viele andere Bereiche wie Biologie und Geografie spielen da eine Rolle. Und sogar Köche und Fotografen, Juristen und Ärzte sowie zahlreiche weitere Berufe sind im DLR vertreten, das an 16 Standorten in Deutschland zu finden ist. Man kann da nach einem Studium eine Stelle als wissenschaftliche Mitarbeiterin bzw. als wissenschaftlicher Mitarbeiter suchen oder sich direkt nach der Schule für eine Ausbildung bewerben.

Hier aus unserem Video-Archiv ein kleiner Film, der einige Kolleginnen und Kollegen vorstellt – nicht ganz ernst gemeint.
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Es gibt mehrere Möglichkeiten, wie man im DLR einsteigen kann: Wer will, kann direkt nach der Schule eine Ausbildung beginnen. Das DLR bietet dazu eine ganze Reihe von Ausbildungsberufen an. Auch ein Duales Studium ist möglich. Dabei wird die Theorie an einer Hochschule vermittelt und die Praxis im DLR. Und natürlich gibt es auch den klassischen Weg über ein
Studium ins DLR – in Ingenieurwissenschaften, Physik, Mathematik oder einer anderen Disziplin. In dieser Präsentation beschreiben wir einige der vielen Berufe, die es im DLR gibt. Wer weiß, vielleicht ist ja wirklich dein Traumjob dabei!

Eine wichtige Sache noch vorab: Eigentlich müssten wir hier immer von Physikerinnen und Physikern oder Ingenieurinnen und Ingenieuren. Weil die Sätze dann aber oft unübersichtlich und schwer lesbar werden, kürzen wir das auf die männliche Schreibweise ab. Wir sprechen dabei aber immer auch Mädchen und junge Frauen an und ermuntern sie hiermit ausdrücklich, sich auch für diese Berufe zu interessieren und – falls ihr etwas findet, das euch zusagt – zu bewerben! Es gibt im DLR viele Mitarbeiterinnen, die Karriere machen – auch in technischen Berufen! Aber es sind immer noch zu wenige! An die Mädchen unter euch also der Aufruf: Traut euch! Ihr schafft das ;-)

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Wie ist das Universum entstanden und wie entwickelt es sich weiter? Was genau sind Schwarze Löcher? Gibt es irgendwo dort draußen weit jenseits des Sonnensystems eine zweite Erde, einen Planeten ähnlich dem unseren? Mit all diesen faszinierenden Fragen beschäftigt sich die Astrophysik. Das Fach kann man an mehreren Hochschulen studieren. Anders als Astrophysiker, die Teleskope auf der Erde benutzen, sind ihre Kollegen im DLR überwiegend mit der Planung und Auswertung von Raumfahrtmissionen beschäftigt. Die Satelliten befinden sich dabei meist in einer Umlaufbahn um die Erde, wo sie außerhalb unserer Lufthülle einen ungetrübten Blick in die Tiefe des Alls haben. Einen ähnlichen Beruf üben Planetenforscher aus, die aber meist Himmelskörper innerhalb unseres eigenen Sonnensystems untersuchen und häufig auch Geowissenschaften studiert haben.

Bewegtbild: Animation unserer Galaxie, der Milchstraße. Quelle: ESO/M. Kornmesser

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Die Atmosphären- und Klimaforschung sind zwei verwandte Gebiete, die in den letzten Jahren immer wichtiger geworden sind. Im DLR werten die Wissenschaftler die Daten aus, die per Satellit oder Flugzeug gewonnen werden. Die Fachleute geben auch wichtige Hinweise, was bei der Entwicklung künftiger Satelliten berücksichtigt werden soll – also welche Sensoren da beispielsweise an Bord nötig sind. Wer sich dafür interessiert: Geowissenschaften oder auch Meteorologie sind geeignete Studiengänge, teils auch Physik und Chemie mit entsprechender Spezialisierung. Auch IT-Experten werden in diesem Bereich gebraucht.

Bild: Das Forschungsflugzeug HALO – eine von vielen Maschinen des DLR – ist mit zahlreichen Sensoren ausgestattet, um die Atmosphäre zu untersuchen.

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Wenn man das Wort „Raumfahrt“ hört, denkt man sicher nicht als erstes an die Biologie. Aber schon die spannende Frage, ob es irgendwo im Weltall außerirdisches Leben gibt, zeigt: Die Weltraumwissenschaften haben viel mit Biologie zu tun. Experten, die sich mit der Suche nach Leben auf anderen Himmelskörpern befassen, nennt man übrigens Exobiologen. Sie analysieren die Lebensbedingungen auf fernen Welten – und sie studieren dazu auch „exotische“ Regionen auf der Erde wie die Polargebiete oder die Tiefsee: Denn da erkennt man, wie manche Organismen auch auf unserem Planeten unter extremen Bedingungen überleben können – und so lässt sich besser abschätzen, ob auch auf dem Marsoder den eisigen Monden von Jupiter oder Saturn Leben möglich wäre. Andere Biologen entwickeln Experimente für die Internationale Raumstation. Da will man herausfinden, wie Pflanzen auf Schwerelosigkeit reagieren oder wie Bakterien die kosmische Strahlung verkraften. Die Experten prüfen auch, ob man während eines langen Raumfluges – etwa in ferner Zukunft zum Mars – Pflanzen zur Ernährung der Crew an Bord züchten kann. Es gibt im DLR auch verwandte Berufe wie Bioingenieure.

Bild: Gibt es auf anderen Planeten Leben? Damit beschäftigen sich Exobiologen. Quelle: NASA/JPL-Caltech/T. Pyle (SSC)

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In den meisten DLR-Instituten sind zwar überwiegend Physiker und Ingenieure tätig, aber auch einige Chemiker arbeiten hier. Sie beschäftigen sich zum Beispiel mit der Frage, wie man nur mit Hilfe von Sonnenenergie bestimmte Schadstoffe aus dem Wasser herausfiltern kann. Auch auf ganz anderen Gebieten – von Raketentriebwerken über neue Werkstoffe bis zu Prozessen in der Atmosphäre – spielt die Chemie eine wichtige Rolle. Wer als Chemiker arbeiten will, muss das Fach studieren.

Bewegtbild: Dieses Video des Satelliten SDO zeigt die Sonne im Zeitraffer. Die Energie der Sonne kann auch genutzt werden, um Schadstoffe aus dem Wasser herauszufiltern. Quelle: NASA

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Das DLR bildet Elektroniker für Betriebstechnik und auch für Geräte und Systeme aus. Bei all diesen Berufen sollte man natürlich technisches Verständnis und auch handwerkliches Talent mitbringen. Mathematik und Physik spielen hier ebenfalls eine Rolle. Ein ähnlicher Ausbildungsberuf, der ebenfalls im DLR angeboten wird, ist der Systemelektroniker.

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Einer von vielen Ausbildungsberufen, die man ohne Studium im DLR erlernen kann, ist der Beruf des Fotografen. Die Motive sind dabei vielfältig: Mal geht es um Anlagen wie Windkanäle, die aufwendig ausgeleuchtet werden müssen, mal um kleine Geräte, die mit Makroobjektiven im Studio fotografiert werden – und dann steht eine Veranstaltung mit vielen hundert Gästen auf dem Programm oder ein Gruppenfoto von Schülern beim Treffen mit einem Astronauten.

Bild: Hier hat sich unsere Fotografin ein besonders originelles Gruppenfoto ausgedacht: Alexander Gerst hebt da mit Jugendlichen ab – fast schwerelos!

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Satellitenbilder sind nicht einfach Fotos, die aus der Umlaufbahn gefunkt werden. Es handelt sich vielmehr um Daten, die man ganz unterschiedlich aufbereiten und auswerten kann – manchmal realitätsnah und in natürlichen Farben, manchmal in Falschfarben, um wichtige Dinge besonders hervorzuheben. So erkennt man dann, wie das Eis in den Polargebieten durch den Klimawandel schmilzt, wo illegal der Regenwald abgeholzt wird – oder wo nach Erdbeben bzw. Flutkatastrophen dringend Hilfe nötig ist. Um den Daten all diese
wichtigen Informationen zu „entlocken“, sind Geowissenschaftler gefragt. Sie kümmern sich aber nicht nur um die Bearbeitung von Satellitenbildern, sondern sind auch mit dabei, wenn neue Satelliten geplant werden. Studiengänge der Geowissenschaften – oder auch Untergebiete wie Geologie, Geophysik oder Geodäsie (Vermessungswesen) – werden an vielen Hochschulen angeboten.

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Der Ingenieursberuf ist extrem vielfältig und es gibt zahlreiche Studiengänge und Möglichkeiten der Spezialisierung. Ingenieure der Luft- und Raumfahrttechnik entwickeln, konstruieren und erproben Flugzeuge, Hubschrauber und Raumfahrzeuge und optimieren deren Bauteile wie beispielsweise Triebwerke.   Zudem sind sie bei der Planung und Instandhaltung von großen Anlagen tätig, die für Tests benötigt werden. Im DLR findet man Ingenieure für Luft- und Raumfahrttechnik überall dort, wo mit „schwerem Gerät“ umgegangen wird: von Windkanälen und Weltraum-Simulationskammern bis zu den großen Prüfständenfür die Triebwerke der Ariane-Rakete. Ingenieure entwickeln auch Satelliten und Sonden einschließlich der Bordinstrumente und Kameras.
Dazu muss man genau verstehen, welche Ziele die entsprechende Raumfahrtmission hat. Das gilt ebenso für die Luftfahrt, wenn es zum Beispiel um spritsparende und leisere Flugzeugtriebwerkegeht. Luft- und Raumfahrttechnik wird an Fachhochschulen und Universitäten gelehrt. Das Fach kann eigenständig, aber auch als Schwerpunkt innerhalb von Maschinenbau-Studiengängen absolviert werden. In der Energie- und Verkehrsforschung entwickeln Ingenieure neue Konzepte zur Nutzung der Solarenergie oder arbeiten an Entwürfen für die Autos und Züge von morgen mit.

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Flugzeuge kann man schon testen, bevor sie überhaupt gebaut wurden! Und zwar per Computer. In der sogenannten numerischen Simulation werden die Daten eines geplanten Flugzeugs per Hochleistungsrechner so ausgewertet, dass man die Flugeigenschaften schon im Voraus ermitteln kann. Dafür sind Mathematiker und Informationstechniker nötig, die im DLR eine wichtige Berufsgruppe bilden. Sie sind zum Beispiel auch bei der Missionsplanung im Team dabei, wenn es um Flugbahnen von Raumsonden zu anderen Planeten geht.
Weil im DLR so viele Bereiche darauf angewiesen sind, gibt es hier eine eigene Einrichtung für Simulations- und Softwaretechnik, die alle Institute unterstützt.

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Im DLR werden mehrere Fachrichtungen zu diesem Ausbildungsberuf angeboten: Feinwerkmechaniker (u.a. Allgemeiner Maschinenbau) und auch Industriemechaniker (u.a. Instandhaltungstechnik). Je nach Fachrichtung fertigt man Instrumente und Modelle an oder kümmert sich um größere Maschinen und Anlagen. Auch Verfahrensmechaniker für Kunststoff- und Kautschuktechnik werden im DLR ausgebildet. Sie stellen Werkstücke aus Kunststoff oder Metall her. Im DLR sind das überwiegend Windkanalmodelle und Systembauteile für wissenschaftliche Untersuchungen. Die Ausbildung kann direkt nach der Schule begonnen werden und dauert drei Jahre.



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Im DLR-Institut für Luft- und Raumfahrtmedizin sind viele Ärzte tätig: Dort geht es unter anderem um die Untersuchungen von Astronauten und Piloten. Das können Tests in Zentrifugen sein oder auch Sehtests, die über die Flugerlaubnis entscheiden. Viel Verantwortung ist also damit verbunden. Parallel dazu wird auch weiter geforscht. Die Medizinerentwickeln Versuche, die Astronauten auf der Internationalen Raumstation ISSdurchführen. Das ist deshalb so interessant, weil sich in der Schwerelosigkeit im menschlichen Körper eine Menge ändert. Astronauten entwickeln dort Symptome, die irdischen Krankheiten ähneln: Der Kreislauf macht Probleme, es kann zu Gleichgewichtsstörungen kommen, die Knochen bauen – wie bei älteren Menschen – Calcium ab. Nach der Landung bildet sich all das wieder zurück. So können die Mediziner gewissermaßen im Zeitraffer studieren, wie man „krank“ und danach auch wieder gesund wird und was dabei im Körper passiert. Und das bringt oft auch für die Medizin auf der Erde neue Erkenntnisse.

Bild: In einer Zentrifuge werden Astronauten auf den Start vorbereitet. Raumfahrtmediziner führen die Tests durch und werten sie aus.

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Physiker finden im DLR ein sehr vielfältiges Berufsfeld vor – und zwar in allen Forschungsgebieten, also in der Luft- und Raumfahrt ebenso wie in der Energie- und Verkehrsforschung. In der Luftfahrt untersuchen sie die Grundlagen des Fliegens und sind an der Entwicklung neuer Flugzeuge beteiligt. Dabei erfinden sie auch neue Messverfahren, die dann in Windkanälen und anderen Anlagen zum Einsatz kommen. In der Raumfahrt wirken Physiker ebenfalls an den unterschiedlichsten Projekten mit. Von ihnen stammen viele der Experimente, die Astronauten auf der Internationalen Raumstation ISS durchführen – sei es, um neue Materialien zu entwickeln oder um das Verhalten von Flüssigkeiten zu studieren. Wie kann man Kraftwerke noch umweltfreundlicher machen? Und wie lässt sich die Sonnenenergie so speichern, dass man sie auch nachts zur Stromversorgung einsetzen kann? Um solche Fragen zu beantworten, arbeiten Physiker eng mit Ingenieuren und anderen Kollegen aus der Energieforschungzusammen. Ähnlich ist es auch bei neuen Konzepten für das Auto von morgen, wo leichte Materialien und umweltfreundliche Antriebe eine große Rolle spielen.

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Pilot – für viele ein Traumberuf. Im DLR gibt es natürlich keine „normalen“ Piloten, die Verkehrsmaschinen mit Passagieren in den Urlaub befördern. Stattdessen steuern sie Forschungsflugzeuge – etwa um Umweltprobleme zu untersuchen, wobei die Flugzeuge mit Kameras und anderen Sensoren ausgerüstet werden. Oder es werden neue Technologien erprobt, die vor ihrem Einsatz in regulären Maschinen erst auf Sicherheit geprüft werden müssen. Auch neue Anflugverfahren, die weniger Fluglärm verursachen, testet das DLR erst einmal mit seinen eigenen Fliegern. Hubschrauber gehören ebenfalls zur DLR-Flotte – und auch hier geht es um die Erprobung neuer Instrumente und Technologien. All das stellt die Piloten des DLR vor ganz besondere Herausforderungen. Daher müssen sie über die reguläre Ausbildung hinaus noch spezielle Trainingseinheiten absolvieren, bevor sie dann zum Beispiel zu einem Flug durch Gewitterwolken starten oder erstmals einen neuen Hubschrauberrotor ausprobieren.

Bild: Ina Rüdinger ist Flugversuchs-Ingenieurin.

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Auch das Wissen von Psychologen wird in der Luftfahrtforschung benötigt. Sie untersuchen etwa, wie Piloten und Fluglotsen den alltäglichen Stress bewältigen können, den diese Berufe mit sich bringen. Auch bei der Entwicklung neuer Instrumente, die im Cockpit oder
im Tower zum Einsatz kommen sollen, sind Psychologen beteiligt. Und das gilt auch für Fahrerassistenzsysteme, die das Autofahren sicherer machen sollen. Das alles wird in Simulatoren erprobt. Wie kommen dabei die Testpersonen etwa mit einer neuen Darstellung auf dem Display klar? Sind da alle Informationen übersichtlich angeordnet? Kann man als Pilot, Lotse oder Autofahrer schneller als bisher eine Gefahr erkennen? Oder verwirren die neuen Geräte, die eigentlich eine Hilfe darstellen sollen, sodass sie noch verbessert werden müssen?

Bild: Im Fahrzeug-Simulator werden neue Assistenzsysteme für Autofahrer getestet.


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Die Raumfahrt stellt höchste Anforderungen an Roboter. Denn weit von der Erde entfernt sind die Signale manchmal so lange unterwegs, dass beispielsweise ein Stopp-Kommando viel zu spät käme: Ein kleiner Mars-Rover wäre dann längst in den Krater gepurzelt. Also müssen Robotik-Systeme ihre Umgebung selbst erkennen und merken, wenn Gefahr droht. Solche „schlauen“ Roboter kann man natürlich auch auf der Erde gut gebrauchen: um Bomben zu entschärfen, etwas in Kanälen zu reparieren oder das Wrack eines untergegangenen Schiffes zu suchen. Selbst in der Medizin spielen Robotik-Systeme eine immer größere Rolle. Chirurgen nutzen sie inzwischen, um bei einer Operation das Skalpell und andere Instrumente ganz präzise zu steuern. Und in ersten Tests konnte eine gelähmte Patientin sogar mit Hilfe eines implantierten Chips einen Roboterarm bewegen: allein mit ihren Gedanken! Wenn das Verfahren noch verfeinert wird, kann es eine echte Hilfe für viele Menschen darstellen. Wer an dieser faszinierenden Technik mitarbeiten will, kann Robotik (manchmal auch englisch „Robotics“ genannt) an verschiedenen Hochschulen studieren. Aber auch andere Experten aus dem IT-Bereich oder den Ingenieurwissenschaften arbeiten in den Teams mit.

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Gute Mathe- und Physik-Noten sowie ein gutes räumliches Vorstellungsvermögen – das sollte  man mitbringen, wenn man diesen Beruf erlernen will. Die Ausbildung wird in den DLR-Standorten Braunschweig und Göttingen angeboten und dauert 3,5 Jahre.

Bild: Marco Diedrich hat im DLR eine Ausbildung als Technischer Produktdesigner absolviert.

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Solarkraftwerkebündeln das Licht der Sonne mit großen Spiegeln. So entstehen Temperaturen von über 1.000 Grad Celsius, die im Inneren des Kraftwerks Wasser in Dampf verwandeln. Damit werden dann Turbinen angetrieben, die Strom erzeugen. Anders als bei klassischen Kohle- oder Gaskraftwerken entstehen dabei keinerlei Abgase. Das DLR entwickelt und erprobt solche Technologien in einer großen Solar-Testplattform im Süden von Spanien in der Nähe von Almería. Dort sind Umwelttechniker tätig, die natürlich auch an DLR-Standorten in Deutschland zu finden sind.

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Betriebswirte
In jeder großen Forschungseinrichtung gibt es nicht nur wissenschaftliche Institute und technische Anlagen, sondern auch die Bereiche Management und Verwaltung. Für alles, was Finanzen, Budgets und das Controlling angeht, sind hier Kollegen zuständig, die Betriebswirtschaft studiert haben.

Juristen
Wem gehört eigentlich der Mond? Und welches Recht gilt auf der Internationalen Raumstation? Zugegeben, das sind eher ungewöhnliche Fragen. Aber sie zeigen: Auch Juristen werden in einer Einrichtung wie dem DLR gebraucht. Oft geht es dabei um Verträge, die bei nationalen und internationalen Kooperationen abgeschlossen werden. Denn wenn mehrere Partner gemeinsam ein Projekt realisieren wollen, wie etwa einen Satelliten bauen und betreiben, muss von Anfang an klar sein, wer welche Beiträge leistet. Und werden die Satellitenbilder später frei für alle Interessenten verfügbar sein oder sollte es da Einschränkungen geben? Auch das muss geregelt werden. Das DLR hat eine eigene Abteilung, die sich mit solchen Fragen befasst – übrigens auch mit Vereinbarungen, die das DLR mit Schulen abschließt, die regelmäßig die DLR-Schülerlabore besuchen wollen.

Kaufleute für Büromanagement
Kaufleute für Büromanagement organisieren viele Abläufe in den einzelnen Abteilungen. Sie erledigen die kaufmännischen Tätigkeiten in Bereichen wie Auftragsbearbeitung, Beschaffung, Rechnungswesen, Marketing und Personalverwaltung. Außerdem kümmern sie sich beispielsweise um den internen und externen Schriftverkehr, entwerfen Präsentationen, beschaffen Büromaterial, planen und überwachen Termine, bereiten Sitzungen vor und organisieren Dienstreisen. Die Ausbildung dauert drei Jahre.

Köche
Das DLR hat in seinen 16 Standorten rund 8.000 Mitarbeiter. Klar, dass die auch Mittagessen wollen. Also gibt es Kantinen mit Köchen – und mit Auszubildenden, die diesen Beruf erlernen. Übrigens: Das Essen ist echt lecker!

Pressereferenten
Die Öffentlichkeit über aktuelle Projekte zu informieren – das ist eine wichtige Aufgabe jeder Forschungseinrichtung.
Daher gibt es auch im DLR eine Abteilung für Unternehmenskommunikation, in der neben Pressereferenten auch andere Experten tätig sind. Sie kümmern sich um die Webseiten des DLR, erstellen Broschüren sowie Filme und organisieren Messeauftritte und Veranstaltungen wie den „Tag der Luft- und Raumfahrt“, bei dem viele tausend Menschen die DLR-Institute besichtigen.

Wissenschaftsmanager
Was aktuell in einer Einrichtung wie dem DLR geforscht wird, ist die eine Sache. Was in fünf oder zehn Jahren geforscht werden soll, ist eine andere. Wie sollen die Weichen gestellt werden? Auf welche Projekte müsste man den Schwerpunkt setzen? Wie viel Geld ist für die einzelnen Forschungsvorhaben erforderlich? Sind dafür neue Anlagen nötig, die man jetzt schon planen und bauen muss? Das alles sind Fragen, mit denen man sich im Management befasst. Dabei muss man mit Politikern aus den verschiedenen Ministerien sprechen, Experten zu Rate ziehen – und überlegen, was in unserer Gesellschaft morgen und übermorgen benötigt wird. Die Berufswege ins Management sind sehr vielfältig: In Forschungseinrichtungen wie dem DLR sind das oft Studiengänge der Ingenieur- und Naturwissenschaften, aber auch gelernte Betriebswirte oder Juristen sind hier tätig.











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Augsburg:
In diesem kleineren DLR-Standort geht es um die Werkstoffe für die Flugzeuge von morgen. Sie sollen besonders leicht sein und daher Sprit sparen.

Berlin:
Die Erkundung unseres Sonnensystems ist eines der großen Themen dieses Standorts. Neben der Planetenforschung sind hier auch Institute für Verkehrsforschung, Sensorik und für Antriebstechnik angesiedelt.

Bonn:
Das DLR ist nicht nur eine Forschungseinrichtung, sondern als Raumfahrtagentur im Auftrag der Bundesregierung auch für die Planung und Umsetzung der deutschen Raumfahrtaktivitäten insgesamt zuständig. Außerdem ist es ein sogenannter Projektträger, der für einige Ministerien Projekte umsetzt. Hier befinden sich die Büros all dieser Managementabteilungen.

Braunschweig:
Forschungsflugzeuge, Windkanäle, Hochleistungsrechner
und ein Tower-Simulator für neue Hilfssysteme, die Fluglotsen unterstützen sollen – das sind einige der großen Anlagen dieses Standorts. Neben der Luftfahrt ist die Verkehrsforschung ein weiterer Schwerpunkt.

Bremen:
Hier ist das DLR-Institut für Raumfahrtsysteme beheimatet. Es entwickelt Konzepte für neue Raumfahrtmissionen und verfügt über modernste Testanlagen und Labore.

Göttingen:
Die ersten Windkanäle der Welt entstanden vor über 100 Jahren an diesem Standort. Heute werden hier viele Hightech-Windkanäle und andere Testanlagen betrieben – alles rund ums Flugzeug. Aber auch am Zug der Zukunft wird hier geforscht.

Hamburg:
Hier werden unter anderem die psychologischen Tests durchgeführt, die man bestehen muss, bevor man eines Tages als Pilot ins Cockpit darf. Außerdem ist hier das Institut für Lufttransportsysteme angesiedelt.

Jülich:
Ein riesiges Testfeld mit Spiegeln beherrscht das Bild an diesem Standort. Sie bündeln das Sonnenlicht, das in einem Solarkraftwerk zur Stromerzeugung genutzt wird.

Köln:
Hier sitzt die DLR-Zentrale mit dem Vorstand, einem Großteil der Verwaltung und auch vielen wissenschaftlichen Instituten – von der Antriebstechnik über Windkanäle und einen Sonnenofen bis zur Luft- und Raumfahrtmedizin. Außerdem ist auf dem Gelände das Astronautenzentrum der ESA angesiedelt.

Lampoldshausen:
Hier befinden sich die großen Raketenprüfstände, in denen
die Ariane-Triebwerke getestet werden. Auch an zukünftigen Raumfahrtantrieben wird geforscht.

Neustrelitz:
Rund 100 Kilometer nördlich von Berlin sind hier die Mitarbeiter mit der Erdbeobachtung und dem Thema Navigation beschäftigt.

Oberpfaffenhofen:
Dieser DLR-Standort ist eines der größten Forschungszentren Deutschlands. Hier befindet sich das Raumfahrtkontrollzentrum, werden Weltraumroboter entwickelt und Satellitenbilder ausgewertet – und vieles mehr. Auch mehrere DLR Forschungsflugzeuge sind hier stationiert.

Stade:
In diesem kleinen Standort geht es um Flugzeugwerkstoffe, insbesondere um Leichtbau-Materialien.

Stuttgart:
Laser, neue Werkstoffe, Konzepte für das Auto von morgen – das sind nur einige Themen dieses Standorts.
Auch die Verbrennungsforschung ist hier ein Schwerpunkt – damit Kraftwerke weniger Abgase erzeugen.

Trauen:
Brand- und Schallschutz bei Flugzeugen sowie Tests für Raketentriebwerke – das sind einige aktuelle Projekte dieses kleineren DLR-Standorts.

Weilheim:
Hier stehen die großen Antennenanlagen, mit denen die Daten von Satelliten empfangen und umgekehrt Kommandos in die Umlaufbahn geschickt werden.

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Interessierst du dich für einen der vielen Berufe? Dann findest du weitere Infos auf folgenden Seiten:

DLR-Portal: www.DLR.de
DLR-Jugendseiten: www.DLR.de/next
DLR-Jobportal: www.DLR.de/jobs

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Übersicht

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Kapitel 1 Einleitung

Web dlr startseite

Collage astronaut 2

Hintergrund
Kapitel 2 Berufe im DLR

Web dlr startseite
Kapitel 3 Astrophysiker

Vlcsnap 2015 07 02 10h04m26s188
Kapitel 4 Atmosphärenforscher

Seite 6 oben
Kapitel 5 Biologen

Ssc2009 09b biologe
Kapitel 6 Chemiker

Seite 7 sonne
Kapitel 7 Elektroniker

Seite 4 links
Kapitel 8 Fotografen

04 g
Kapitel 9 Geowissenschaften

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Kapitel 10 Ingenieure

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Kapitel 11 Mathematiker und IT-Experten

Seite 9 klein
Kapitel 12 Mechaniker

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Kapitel 13 Mediziner

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Kapitel 14 Physiker

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Kapitel 15 Piloten

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Kapitel 16 Psychologen

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Kapitel 17 Robotik-Experten

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Kapitel 18 Technische Produktdesigner

Diedrich pc
Kapitel 19 Umwelttechniker

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Kapitel 20 Sonstige Berufe

Nicht wissenschaftliche taetigkeit l
Kapitel 21 Standorte des DLR

Rz dlr deutschlandkarte
Kapitel 22

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